Motorradreisen und Dies und Das

Tag zwölf bis 14: Kansas City, here we come

Nun sind wir tatsächlich schon seit zwei Wochen unterwegs, davon eine Woche auf den Motorrädern. Und sind kurz vor Kansas City. Noch ein paar 100 Meilen, dann kommen wir in Kinsley, Kansas an jenem Schild vorbei, auf dem steht, dass hier die Hälfte der Strecke zwischen New York und San Francisco ist.

Wir haben es geschafft: westlich des Mississippi am Gateway Arch

Aus Bloomington haben wir uns am Donnerstag verabschiedet. Doris‘ Cousin wohnt mit seiner Familie in einem wunderschönen alten Haus, und es fällt uns ein wenig schwer, wieder auf die Motorräder zu steigen und weiterzureisen.

Wir fahren am Nachmittag noch so um die 100 Meilen, übernachten auf einem Campingplatz. Am nächsten Tag St. Louis, der Mississippi und der Gateway Arch, wir sind in Missouri.

 

There’s a road strechted out between us like a ribbon on the high plains..

Es ist heiß, viel Verkehr, wir schwitzen in den Motorradklamotten, fahren noch weiter bis Eureka, nehmen ein Motelzimmer, Super 8. Hier teilen sich die US 50 und die Route 66 für ein paar Meilen die Routenführung, dann biegt die Route 66 nach Süden Richtung Oklahoma ab.

Einfache Täfelchen markieren hier den Verlauf der alten Route, sonst weist nichts darauf. Direkt daneben verläuft die Interstate. Und das erste Auto, das uns auf der alten Strecke entgegen kommt, ist ein roter Lamborghini Countach.

Wir fahren am Missouri entlang nach Westen, verlassen für einige Zeit die US 50, weil die Straße am Fluß schöner sein soll. Ist sie auch.

Selfie am verlassen Motel an der Route 66

Der Highway 100 heißt hier Lewis&Clark-Trail, weil er dem Weg nach Westen der Expedition von 1804 folgt, die dann später in Oregon den Pazifik erreichte.

Wir kommen an alten Städten wie New Haven und Hermann vorbei, trinken Kaffee und essen zwischendurch was. Gegen Abend verpassen wir die Abfahrt zu einem State Park, landen schließlich wieder in einem Motel 8, billiger und sauberer als das in Eureka. Und nun Kansas City.

5 Kommentare

  1. Stefan

    Hi Doris und Heinrich,
    Habe Euren Blog gefunden und schon alles gelesen. Sehr cool, wie ihr das durchzieht, Respekt! Doris, Dein Bike ist super, aber ich hätte dennoch eher eine BMW GS gesucht :-)) Passt auf Euch auf im Ami-Land – v.a. auf den Interstates – und genießt den Road-Trip. PS: Ab zu zu etwas Luxus (Super 8 statt Camping…) kann definitiv nicht schaden… und nicht vergessen, mal bei Denny‘s zu frühstücken. Ist Kult.
    So long aus good old Germany.
    Stefan

    • Heinrich

      Hallo Stefan,
      dass ich bei einer Harley lande, hätte ich nicht gedacht, aber wir haben uns inzwischen ganz gut angefreundet. Sehr minimalistisch instrumentiert – ausser der Geschwindigkeitsanzeige gibt es nichts, aber man sitzt sehr bequem und enspannt und Kraft hat sie auch.
      Die Interstates sind tatsächlich sehr unschön zu fahren. Zum Glück umfahre wir sie inzwischen auf den kleinen Strassen. Das ist meist recht einsam und dennoch schnell, wie wir gemerkt haben.
      Das mit Denny’s steht noch auf dem Programm 🙂
      Ab heute Abend sind wir in Colorado, dann geht es in die Berge!
      Viele Grüße nach Deutschland, Doris

  2. Vic

    Wow, Ihr seid ja echt schon weit gekommen! Ich wünsche mir noch mehr so lässige Selfies von Euch! Welches war bisher die schönste Strecke? Und was isst man so in Kansas? Und seid Ihr schon einem wilden Tier begegnet??

    • Heinrich

      Also ich mag Kansas echt gerne! Gestern Abend die ewige Weite mit grünem wogenden Gras und Weizen im Abendlicht so weit das Auge reicht. Telegraphenmasten entlang der Route wie aus Lucky Luke bekannt, das ist schon sehr cool. Auch im Osten von Kansas die sanften „rollenden“ Hügel …
      Die wildesten (noch) lebenden Tiere waren bisher die Insekten die mir ins Gesicht knallten. Anonsten sieht man leider sehr viele, am Strassenrand liegen. Zuerst eher Katzen, dann Dachse, Stinktiere, Waschbären, dann kamen Gürteltiere in Missouri hinzu und in Kansas die ersten Schlangen.
      viele Grüße, Doris

  3. Vic

    Jetzt habe ich ‚Route 66‘ von Depeche Mode als Ohrwurm!

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